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12 Dezember 2005

Der perfekte Bericht

Henry Kissinger hatte als amerikanischer Außenminister einen gewissenhaften Mitarbeiter, Sein Name war Winston Lord. Einmal sollte Lord für Kissinger einen wichtigen Breicht schreiben. Lord arbeitete mehrere Tage an dem Text und übergab ihn dann seinem Dienstherrn. Kurze Zeit später bekam er das Schriftstück zurück. Darunter stand der Kommentar: "Besser können Sie das nicht machen?"

Lord schluckte und machte sich gleich wieder an die Arbeit. Er feilte an einzelnen Formulierungen, überarbeitete einige Passagen und gab den Bericht dann wieder ab. Doch erneut bekam er die Mappe zurück und musste den gleichen Kommentar lesen. Lord setzte sich ein drittes Mal hin und formulierte den Bericht erneut um. Wieder die gleiche Reaktion. Da platzte Lord der Kragen und er marschierte wütend zu Kissinger, knallt ihm den Bericht auf den Schreibtisch und rief: "Verdammt noch mal, ich kann es nicht besser machen!" Kissinger lehnte sich entspannt zurück und antwortete: "Fein. Wenn das so ist, kann ich Ihren Bericht jetzt wohl lesen".

Gefunden in: Anekdoten, Geschichten, Metaphern für Führungskräfte. Matthias Nöllke. Haufe Mediengruppe: Freiburg, Berlin, München 2002.

Kommentare

Hallo Ania,
Deine Berichte finde ich sehr interessant und heute die Gschichtln liebe ich besonders.
Dasmacht es so "greifbar".
Ich habe bei dir und Sabine im Seminar sehr viel gelernt, besonders auch die Freude am Schreiben.
Wie schreibt man eigentlich Gschichtl? G´schichtl oder Gschicht´l oder noch mal anders?
Ich tappe da ständig im Dunkeln.

Hallo Edeltraud,
vielen Dank für deinen lieben Gruß. Ich hab gesehen, dass du inzwischen auch ein Weblog führst - klasse! Bei deinem Thema müsstest du da ganz schnell eine Riesen-Fangemeinde haben.

G´schichtl oder Gschicht´l ... gute Frage. Vielleicht müsste es korrekt sogar G´schicht´l sein - denn das Apostroph steht ja als Auslassungszeichen ... mmh. Ich halte G´schichtl für die beste Variante - aber sicher bin ich mir da auch nicht.

Servus Ania,

mir geht es genauso, ich werde mich auf die von dir vorgeschlagene Variante festlegen. Brauch es immer bei meinem Mailabschluss.
Ja, mein Weblog, das ist eines der guten Ergebnisse nach dem Werbebriefkurs bei euch.
Super und danke, dass du schon Gast warst.

Hallo Ania, Hallo Edeltraud,

auf die Frage "G'schichtl" oder "Gschicht'l" oder vielleicht auch "G'schicht'l" gibt es eine Lösung.

Das "Wörterbuch zur oberösterreichischen Volksmundart" von Jungmair/Etz.
Dieses Wörterbuch ist im Buchhandel bzw. beim Stelzhamerbund (stelzhamerbund@aon.at) erhältlich und kostet 14,35 Euro + Versandkosten.

Ja und wie heißt es jetzt wirklich?

Laut Wörterbuch heißt es "Gschichtl" bzw. "Gschichtln".
Also ohne Apostroph.

Ich hoffe, ich konnte ein bisschen weiterhelfen.

Liebe Grüße

Peter

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