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« März 2008 | Start | Juni 2008 »

15 Mai 2008

Getrennt oder zusammen?

Die Getrenntschreibung ist auch nach der Rechtschreibreform sehr kompliziert. Ein kleines Beispiel:

Bei Kombinationen aus Adjektiven und Verben gelten seit 2006 wieder die alten Regeln der Getrenntschreibung:

  • Zusammengeschrieben werden Kombinationen, in denen das Adjektiv nicht mehr in der wörtlichen Bedeutung, sondern in übertragener Bedeutung steht:

einen Betrag aufs Konto gutschreiben ("gut" meint hier nicht gut im wörtlichen Sinne)

mit der Bahn schwarzfahren ("schwarz" steht hier nicht für die Farbbezeichnung)

  • Getrennt geschrieben werden Kombinationen, in denen das Adjektiv in wörtlicher Bedeutung steht:

den Aufsatz gut schreiben

den Schal schwarz färben

So weit, so gut! Doch nicht immer ist es leicht, diese Logik zu erkennen. Ein Beispiel:

Das Wort "Haus" ist ein Substantiv und wird großgeschieben.

Steht "groß" in dieser Kombination nicht eindeutig in wörtlicher Bedeutung? Der Duden sagt: "Nein!".

Die Begründung: Nicht das ganze Wort, sondern nur ein Buchstabe muss groß geschrieben werden - der Ausdruck steht also im übertragenen Sinne für diese Bedeutung.

Spitzfindig, nicht wahr?

09 Mai 2008

Mit freundlichen Grüßen

Kennt ihr das Lied "MfG - Mit freundlichen Grüßen" von der Gruppe "Die Fantastischen Vier"? Ich habe es gestern zum ersten Mal im Radio gehört. Schon erstaunlich, wie viele Abkürzungen es gibt!

In Briefen und E-Mails sollte man jedoch eher vorsichtig mit Abkürzungen umgehen. Abkürzungen wie GmbH, TÜV oder a. D. sind sicher sinnvoll. Doch Abkürzungen wie MfG oder zz. (früher z. Zt.) vermitteln dem Leser nur eins: Der Schreiber hat keine Zeit!

Verzichtet deshalb auf solche Abkürzungen und schreibt diese Wörter besser aus. Ob ihr dabei "Mit freundlichen Grüßen" oder "Freundliche Grüße" schreibt, ist Geschmackssache.