Jeden Tag tauscht die deutsche Post mit Adressaten außerhalb des Unternehmens 350000 E-Mails aus. Die 320 000 Mitarbeiter des IT-Konzerns IBM schreiben sich wöchentlich 10 Millionen E-Mails.
Marktforscher schätzen, dass weltweit täglich über 74 Milliarden E-Mails über den Server gehen. Zum Vergleich: Im Jahr 2002 waren es knapp 35 Milliarden täglich.
Diese schier unglaublichen Zahlen habe ich einem spannenden Artikel der Wirtschaftswoche entnommen.
In der Ausgabe 24 vom 9. Juni 2005 beschäftigt sich Cornelius Welp nicht nur mit den häufig angesprochenen Problemen "Spam" oder "überfüllte Mailboxen" - sein Thema sind vielmehr gefährliche Missverständnisse, die sich zwischen Absender und Empfänger durch die Kommunikation über das elektronische Medium ergeben können
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In meinen Seminaren zum Thema "Schreiben für das Internet" erzählen mir die Teilnehmer immer wieder, wie wenig Zeit für das "bildschirmgerechte" Schreiben bleibt - Meetings, Telefonate, Aufträge ... und nebenbei auch noch texten.
Viele Teilnehmer haben deshalb bisher einfach vorhandene Printtexte ins Netz gestellt. Die Krux: Für das Papier geschriebene Texte eignen sich meist nicht für den Bildschirm: Denn die meisten Web-Nutzer lesen die Texte nicht Wort für Wort - sie überfliegen (scannen) den Text lediglich auf der Suche nach interessanten Schlüsselbegriffen.
Bei Printtexten findet das Auge für dieses Überfliegen keinen Anhaltspunkt. Die Folge: Der Besucher klickt sich sofort wieder weg. Deshalb sollten Printtexte auch nicht 1:1 ins Netz gestellt werden.
Was aber tun, wenn die Zeit für eine umfangreiche Überarbeitung nicht vorhanden ist?
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