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03 Januar 2007

Ein frohes neues Jahr!

Festtagsessen und Urlaub haben mich in den letzten Wochen vom Schreiben im Weblog abgehalten. Doch jetzt geht es wieder los: Ich wünsche allen, die hier ab und zu vorbeischauen ein tolles 2007 - bleibt gesund und genießt jeden Tag. Eure Ania

12 Dezember 2006

Jugendsprache

Trotz Zeitmanagement, Entspannungstraining und einem Glas Rotwein am Abend fehlt mir momentan die Ruhe: Im November und Dezember haben wir im Büro immer viel zu tun, doch in diesem Jahr ist es einfach viel mehr als viel. Deshalb war es auch in den letzten zwei Wochen hier so ruhig. Heute nehme ich mir aber einfach die Zeit - fürs Weblog und für gute Zeitungsartikel.

Wer sich wie ich für Artikel über die deutsche Sprache interessiert, der schaue einmal hier bei der Süddeutschen vorbei - mir hat dieser Bericht geholfen, einige der SMS meiner Kinder zu entziffern.

06 November 2006

Zwiebelfisch kritisch

Bastian Sick ist populär und sehr beliebt, seine Bücher (Der Genitiv ist dem Dativ sein Tod) sind Bestseller. Und daran ist nichts auszusetzen, denn irgendwie bedeutet das ja, dass die Deutschen offenbar doch noch Interesse und Freude an ihrer Sprache haben.

Ich fand Sicks Bücher allerdings nie besonders spannend - ich wusste aber nicht, warum ich mich nicht wie so viele andere für ihn begeistern konnte.

Doch jetzt weiß ich es! Claudius Seidl hat in seinem Artikel "Der Zwiebelfisch stinkt vom Kopf her" auf FAZnet die richtigen Worte für mein Unbehagen gefunden.

Ich mag Tipps und Tricks. Doch genau die vermisse ich bei Bastian Sick. Ich mag die Unterschiede in Dialekten und Umgangssprache. Doch genau die werden bei Bastian Sick abgestraft.

Hier noch ein kleiner Ausschnitt aus Seidls Kritik an Sick:

  Bastian Sick hält sich mit Ratschlägen und Hinweisen sehr zurück, und eine Leidenschaft für Rhythmus und Klang der Sprache, eine Begeisterung für gelungene Sätze sind nirgendwo zu finden. Was nicht einfach ein Mangel ist; es hat Methode: Sick blickt nicht hinauf, er schaut herab - und denen, die er angreift, verbessert, kritisiert, möchte man immer wieder zur Seite springen.

Aufmerksam geworden auf Seidls Artikel bin ich durch einen Beitrag im Sprachblog.

20 Oktober 2006

Bedeutung von schriftlicher Kommunikation

Lutz von Werder hat vor gut zehn Jahren ein Buch zum Thema Kreatives Schreiben im Beruf verfasst. Er beginnt dieses Buch mit den folgenden Zeilen:

Das Schreiben im Beruf wird in Deutschland kaum ernst genommen. Die Vernachlässigung des Schreibens in Schule und Hochschule setzt sich im Beruf fort. Diese Abwertung des Schreibens steht ganz im Gegensatz zur beruflichen Bedeutung dieser Tätigkeit. Wer gut schreiben kann, macht leichter Karriere, findet bessere berufliche Kontakte, erwirkt Zustimmung durch die Kollegen und von seiten der Vorgesetzen. [...] Die Defizite in der beruflichen Schreibqualifikation haben gewichtige negative Folgen für Wirtschaft und Staat. [...] Schreiben im Beruf zu lernen, führt meist nur dazu, die mangelhaften Texte, die schon vorliegen, zu kopieren und zu imitieren.

Die Bedeutung der schriftlichen Kommunikation ist in den letzten Jahren sicher gestiegen. Die Nachfrage nach Schreibtrainings ist groß und auch der Wunsch der Unternehmen, die Standardbriefe kundenfreundlicher zu gestalten, ist vorhanden.

Doch leider schulen die Unternehmen vor allem Mitarbeiter ohne Entscheidungskompetenz. Führungskräfte der oberen Ebenen finden sich kaum in unseren In-House-Seminaren. Und auch bei den Textaufträgen reduzieren die Unternehmen die Aufträge aufs bloße Texten - die so entscheidende Vorarbeit und Textberatung (Wie wollen wir kommunizieren? Wie können wir uns sprachlich positionieren? usw.) ist deutlich schwieriger zu verkaufen.

Mehr "Bedeutung von schriftlicher Kommunikation" »

19 Oktober 2006

Wie schreibt man gute Briefe?

"Wer gut [einen Brief] schreiben will, der muss gut von einer Sache denken. Wer seine Gedanken gut ausdrücken will, muss die Sprache in der Gewalt haben. Das Denken lehren uns alle Briefsteller nicht. Eine geübte Vernunft, eine lebhafte Vorstellungskraft, eine Kenntniss der Dinge, wovon man reden will, richten hier das meiste aus."

Verfasst von Christian Fürchtegott Gellert im Jahr 1751. Und wie wahr! Im Jahr 2006 sollten viele Briefeschreiber sich dies zum Vorbild nehmen und vor allem an eine lebhafte Vorstellungskraft arbeiten. Den vollständigen Brief von Gellert gibts hier: http://www.literatur-live.de/salon/gellert.html.

07 Oktober 2006

Sprachkritik

Der Duden hat in seiner Reihe "Thema Deutsch" in diesem Monat einen neuen Band herausgegeben. Titel des Bandes: "Von hdl bis cul8r. Sprache und Kommunikation in den neuen Medien".

Die 19 Autoren gehen der Frage nach, ob E-Mails, Chat und SMS die deutsche Sprache verändern. Aufmerksam geworden auf diesen Band bin ich durch den Beitrag im Sprachblog und nun sehr gespannt - leider ist er bei Amazon noch nicht erhältlich und auch auf der Downloadseite vom Duden noch nicht (soll aber in den nächsten Tagen erscheinen) ... habe ihn deshalb vorbestellt ...

06 Oktober 2006

Kritik - gut oder schlecht?

Gestern sagte eine Seminarteilnehmerin zu mir "Danke für Ihr Lob, aber mir wäre lieber, sie würden mich kritisieren." Überrascht fragte ich: "Warum?". Ihre Antwort: "Weil ich nur durch Kritik vorankomme". Ist das tatsächlich so? Vera Birkenbihl berichtet in ihrem Power-Tag von einer Studie in Amerika:

"An einer amerikanischen Universität hatte sich ein Club von Studenten gebildet, die alle vorhatten, später schriftstellerisch zu arbeiten. Sie beschlossen, sich während der vier Studienjahre einmal wöchentlich zu treffen, um sich ihre Artikel und Kurzgeschichten usw. gegenseitig vorzulesen und sich Feedback zu geben. Dabei wurde gnadenlos "rezensiert" ("echt harte" Kritiken, sprachlich brilliant formuliert usw.).

Bald hatte sich an derselben Uni eine ähnliche Gruppe von potentiellen Schriftstellerinnen (mit derselben Zielsetzung) gebildet. Auch sie trafen sich wöchentlich, um sich gegenseitig Feedback zu geben. Normalerweise wäre uns nicht bekannt, wie sich diese Studenten und Studentinnen nach dem Studium entwickelt haben, aber in diesem Fall hat die Universität 20 Jahre später verfolgt, wie sich ein Teil ihrer Student/innen (mit guten Noten) entwickelt haben. Im Zuge dieser Untersuchung wurden auch die beiden schriftstellerischen Clubs unter die Lupe genommen. Das Ergebnis war verblüffend:

Aus der Männergruppe hat sich später kein einziger beruflich schriftstellerisch betätigt. Das erstaunte die Forscher, denn erstens hatten alle in der Gruppe vorgehabt, professionell schriftstellerisch zu arbeiten (ob als Werbetexter, freier Schriftsteller, Drehbuchautor oder Zeitungsredakteur). Zweites hatten sie ja vier Jahre lang jede Woche durchgehalten (d.h. Texte produziert und sich der "konstruktiven Kritik" der Kommilitonen gestellt, was sicher nicht immer leicht gewesen war). Also hätte man eigentlich erwartet, daß vielleicht in den zwei Jahrzehnten einige bekannte Autoren aus der Gruppe hervorgehen würden. Aber es war nicht einer! "(Erinnerung: Sie hatten sich gegenseitig nur kritisiert und sich sprachlich höchst originell und professionell formuliert, in der Luft zerissen).

Die Frauengruppe hatte sich gegenseitig ganz anders "kritisiert" [...]. Sie hatten einander wenig "konstruktive Kritik", dafür aber viel Unterstützung, Ermutigung und viel Lob gegeben. Mit welchem Resultat? Antwort: Aus der Frauengruppe sind sechs (in den USA) sehr bekannte Schriftstellerinnen hervorgegangen. Drei von ihnen haben Beststeller geschrieben. Einige weitere wurden zwar nicht so berühmt, leben aber seit Jahren erfolgreich voll- oder freiberuflich vom Schreiben. Sie decken das gesamte Spektrum schriftstellerischer Tätigkeiten ab.

Ich finde das vor allem deshalb so interessant, weil neuere psychologische Forschungen immer klarer zeigen, daß wir nicht so sehr durch Fehler-Analyse und Kritik besser werden, sondern weit besser und schneller lernen, wenn gute Modelle vorhanden sind, die wir bewußt (oder unbewußt) imitieren können."

Aus: Das Power-Lesebuch.Strategien für mehr Erfolg und Lebensqualität. Vera F. Birkenbihl u.a., mvg Verlag, 2000.

04 Oktober 2006

Wieder da!

Lang, lang ist´s her! Wahrscheinlich schaut hier schon seit längerem keiner mehr vorbei. Denn schließlich habe ich seit mehreren Monaten nicht im Weblog geschrieben. Aber das soll sich nun wieder ändern. Ich fühle mich erholt und bin (fast) wieder die Alte. Gearbeitet habe ich in den letzten Monaten schon - aber eben sehr reduziert. Immerhin habe ich es geschafft, unseren Newsletter herauszugeben  ... (den aktuellen finden Sie hier) und einige Seminare zu halten. In den letzten Wochen waren es aber vor allem die erneuten Änderungen an der Rechtschreibreform, die mich auf Trab gehalten haben ... darüber werde ich in den nächsten Tagen hier im Weblog noch berichten.

Also, auf ein Neues!

Eure Ania

24 April 2006

Leider, leider

... sicher habt ihr es schon gemerkt. In den letzten zwei Monaten habe ich kaum im Weblog geschrieben. Und das hatte vor allem gesundheitliche Gründe ... und diese zwingen mich jetzt auch für eine Weile "ruhiger" zu werden. Ich werde deshalb das Weblog zunächst nicht weiterführen - hoffe aber, in den nächsten Monaten wieder aktiv werden zu können. Danke für die vielen Kommentare, für den Zuspruch und euer Interesse. Bis bald!

Liebe Grüße

Ania

30 März 2006

Lebenszeichen

Tut mir leid (leid: seit kurzem wieder klein geschrieben) - zurzeit schreibe ich wirklich viel zu selten hier im Weblog. Vielleicht ist es das Wetter, die vielen Krankheiten in der Familie, vielleicht auch nur eine kreative Pause. Ich weiß es nicht. Fakt ist: Ich bin sehr träge und kann mich nur für das motivieren, was unbedingt notwendig ist. Ich glaube, ich bin urlaubsreif. Gott sei Dank fahren wir in einer Woche auch in Urlaub: Skifahren im Wallis! Im Gepäck habe ich ein Buch, über das ich dann nach den Ferien hier im Weblog berichten werde:

Die Beiträge im Weblog von Gerold Braun lese ich immer gern - nun bin ich gespannt auf sein Buch.

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